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16.11.2020: Neues zum "Aachener Appell - für eine klima- und sozial gerechte Welt – ohne Atomwaffen, Rüstung & Krieg"

Bereits über 800 Unterschriften für "Aachener Appell"

Aachener Appell Banner

Folgende erfreuliche Mitteilung erreichte uns zum Aachener Appell (Download zum Unterschriftensammeln: hier, ca. 2 MB). Der Appell kann weiterhin auch in folgenden Ladenlokalen unterzeichnet werden:

  • Biobäckerei Schohmaker, Alexianergraben 9
  • Bio-Supermarkt VITAL, Jakobstr. 210-212
  • Buchladen 39, Pontstraße 39

Mitteilung von pax christi im Bistum Aachen:

Liebe Unterzeichnerinnen, liebe Unterzeichner,
liebe Friedensfreundinnen, liebe Friedensfreunde,

zunächst einmal vielen Dank für Ihre/eure Unterschriften und Ihr/euer Engagement!
Wir sind überwältigt von der positiven Resonanz und den vielen Unterschriften - bis zum 31.Oktober haben wir schon über 800 Unterschriften sammeln können. Dieser Erfolg hat uns in unserem Beschluss bestärkt, die Kampagne „Aachener Appell" fortzuführen. Außerdem hat uns die Nachricht, dass der Atomwaffenverbotsvertrag der UNO am 22. Januar 2021 internationales Völkerrecht wird, beflügelt.
Mit Honduras hat der 50. Staat den Atomwaffenverbotsvertrat ratifiziert, so dass dieser im nächsten Jahr in Kraft tritt. „'Ein Sieg für die Menschheit', schrieb Peter Maurer, Präsident des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz bei Twitter." (26.10.2020 in den AZ/AN via dpa) und ein voller Erfolg für die weltweite Kampagne zur Ächtung vom Atomwaffen. Bislang ist kein NATO-Staat dem Vertrag beigetreten.
Wir möchten die kommende Bundestagswahl nutzen, um auf unsere Ziele aufmerksam zu machen und um auf die demokratischen Parteien Druck auszuüben, damit sie sich für den Beitritt Deutschlands und der EU zum Atomwaffenverbotsvertrag stark machen und aktiv für eine klima- und sozial gerechte Welt - ohne Atomwaffen, Rüstung und Krieg eintreten.
Wir werden in den kommenden Monaten weitere Unterschriften sammeln, und sobald es möglich ist auch Veranstaltungen und Aktionen durchführen.
Über unseren Verteiler werden wir Sie/Euch regelmäßig auf dem Laufenden halten und Ihnen/Euch regelmäßig Informationen rund um unsere Kampagne „Aachener Appell" zukommen lassen.

Mit herzlichen Grüßen das Bündnis „Keine Atomwaffen rund um Aachen"
Kristina Blömer
Referentin für Friedensarbeit

pax christi im Bistum Aachen
Besucheradresse:
Eupener Straße 134
52066 Aachen
Tel: 0241 - 40 28 76
Fax: 0241 - 40 18 796
Vorstand: Lambert Esser (Vorsitzender und Geschäftsführer), Rahel
Müller (Vorsitzende), Leonhard Laube, Stefan Voges (geistlicher Beirat)

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04. bis 09.08.2020, 11 Uhr, Aachen / Nikolauskirche

"Hibakusha"-Ausstellung

Die IPPNW-Regionalgruppe der "Ärztinn*en zur Verhütung eines Atomkriegs, Ärztinn*en in sozialer Veranstwortung" zeigt vom 04. bis 09.08.2020 in der Aachener Nikolauskirche die "Hibakusha"-Ausstellung. Hibakushas nennen sich die Überlebenden der beiden ersten Atombombenabwürfe auf die japanischen Städte. Sie und ihre Nachkommen haben an den Folgen (z.B. der radioaktiven Strahlendosis) Jahrzehnte gelitten, z.T. mit gesundheitlichen Schäden bis in die neuen Generationen. Hinzu kam das lange Unverständnis, die Ignoranz oder gar die Ablehnung der restlichen japanischen Bevölkerung. Die Hibakushas haben sich allerdings seitdem - im Gegensatz zu vielen anderen - intensiv dem Kampf gegen die Atomkraft und die Atombomben gewidmet.

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Donnerstag, 06. August 2020, 17.15 Uhr, Aachen / Münsterplatz

Mahnwache/Kundgebung zum Jahrestag des Atombombenabwurfs auf Hiroshima

Für den Jahrestag des ersten Atombombenabwurfs auf Hiroshima, am Donnerstag, den 06. August hat die DFG-VK Aachen mit Unterstützung verschiedener Organisationen eine Mahnwache/Kundgebung ab 17.15 Uhr auf dem Aachener Münsterplatz beantragt. Die Veranstaltung mit verschiedenen Themenbeiträgen und Musik (von Josie & Kurt) soll bis ca. 18.00 Uhr dauern; danach besteht noch die Gelegenheit, gemeinsam die Hibakusha-Ausstellung zu besuchen. Außerdem stellen wir in diesem Kontext den "Aachener Appell" der Öffentlichkeit vor. Diesen Auruf haben wir gemeinsam mit der IPPNW, pax christi Aachen und der VVN-BdA vorbereitet; er "beschäftigt" sich mit der Stationierung von Atombomben an drei Standorten in kaum 100 km Luftlinie rund um Aachen und soll die ICAN-Kampagne zum weltweiten Atomwaffenverbot unterstützen.

Es fanden sich ca. 40 Menschen zur Mahnwache/Kundgebung zum 75. Jahrestag der ersten Atombombenabwürfe ein.

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Donnerstag, 06. August 2020, vor dem Aachener Rathaus

"Lichter für den Frieden": Greenpeace-Aktion zum Jahrestag des Atombombenabwurfs auf Hiroshima

Impressionen der Aktion von Greenpeace AC heute Nacht um 1;15 Uhr, zur mitteleuropäischen Zeit des Atombombenabwurfs auf Hiroshima (Fotos: Karl Wehrens).

Zur "Lichter für den Frieden"-Seite von Greenpeace-Aachen.

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Mittwoch, 05. August 2020, 19.00 Uhr, City-Kirche Aachen, Großkölnstraße

Vorstellung "Aachener Appell – für eine klima- und sozial gerechte Welt – ohne Atomwaffen, Rüstung & Krieg"

Wir freuen uns, dass die IPPNW Aachen (Ärzt*innen zur Verhütung eines Atomkriegs/Ärzt*innen in sozialer Verantwortung) uns die Möglichkeit eröffnet hat, den "Aachener Appell - für eine klima- und sozial gerechte Welt – ohne Atomwaffen, Rüstung & Krieg" vorzustellen, im Rahmen eines kleinen Festaktes zur Ausstellungseröffnung zum 75. Jahrestag der Atombombenabwürfe auf Hiroshima & Nagasaki.

Aachener Appell Banner

Die Corona-Schutzmaßnahmen für Veranstaltungen galten weiterhin und erlaubten nur eine Veranstaltung mit geladenen bzw. angemeldeten Gästen!

Hier der Aachener Appell zum Downloaden und Unterschriftensammeln: hier (ca. 2 MB).

Der Appell kann ab sofort auch in folgenden Ladenlokalen in der Stadt unterzeichnet werden:
  • Biobäckerei Schohmaker, Alexianergraben 9
  • Bio-Supermarkt VITAL, Jakobstr. 210-212
  • Buchladen 39, Pontstraße 39

Redebeitrag zu Festakt/Vernissage:

Verehrte Anwesende,
liebe Freundinnen und Freunde,
 
als Erstes möchte ich meinen herzlichen Dank aussprechen; meinen Dank dafür, dass Sie sich bereit erklärt haben, den Aachener Appell zu unterzeichnen und dieser Veranstaltung beizuwohnen. Und meinen Dank an die IPPNW, dass wir im Rahmen dieser Ausstellungseröffnung die Möglichkeit erhalten haben, den Aachener Appell erstmals der Öffentlichkeit vorzustellen.
Um die Frage nach Entstehung und Hintergrund des Aachener Appells näher zu beleuchten, gehe ich zunächst zurück in die jüngere Vergangenheit:
Trotz des massiven Widerstands aller atomwaffenbesitzenden und auch aller NATO-Staaten (Ausnahme: NL) wurde 2017 von der Mehrheit der UN-Staaten der Atomwaffenverbotsvertrag beschlossen. Im gleichen Jahr erhielt das zivilgesellschaftliche Engagement für ein weltweites Atomwaffenverbot durch die Verleihung des Friedensnobelpreises an die internationale ICAN-Kampagne eine Würdigung, die auch der gesamten Friedensbewegung einen neuen Schub bei ihrem Einsatz gegen die immer massivere Aufrüstung und einen neuen, nuklearen Rüstungswettlauf gegeben hat.
So wurde z.B. 2019 auf regionaler Ebene der Aachener Friedenspreis an Marion Küpker und Dr. Elke Koller (vertretend für ihre jeweiligen Kampagnen bzw. Initiativen gegen die Atomwaffenstationierung) verliehen. Im Anschluss formte sich unser heutiges Bündnis "Keine Atombomben rund um Aachen" mit dem ersten Ziel, per Bürgerantrag einen Beitritt Aachens zum ICAN-Städteappell für ein weltweites Atomwaffenverbot zu erreichen. Mit Erfolg, wie wir heute wissen - im Dezember 2019 trat die Stadt AC mit Mehrheitsbeschluss und am Folgetag die Städteregion sogar per einstimmigem Beschluss dem Städteappell bei.
Was wir allerdings heute ebenfalls (& noch viel besser als im Dez.) wissen ist, dass von einem solchen Beschluss eines politischen Gremiums nur eine sehr kurzzeitige Symbolkraft ausstrahlt, wenn er nicht dauerhaft mit Leben, d.h. Aktivitäten angereichert wird. Das Engagement von Stadt & Städteregion Aachen in Sachen des zweifelsohne ebenso gefährlichen Schrottreaktors Thiange zeigt, dass mehr geht - wenn man denn will.
Unmittelbar nach dem Städteregionsbeschluss, haben wir noch in Feierlaune zusammen gesessen und 1. Ideen zur Frage des "wie-weiter?" gesponnen. Im Frühjahr
2020 füllte u.a. dann die Idee des Aachener Appells diese Lücke.
Ein erster wichtiger Impuls dazu kam von Marion Küpker, die auch Koordinatorin der DFG-VK in der bundesweiten Kampagne "Büchel ist überall! Atomwaffenfrei jetzt! ist. In einem im März erschienenen Artikel stellte sie fest, dass die Verwirklichung des Atomwaffenverbotsvertrags "immer näher rückt" und die Aktionen auch "in Deutschland große Fortschritte erreicht" haben. Dieser Optimismus gründet darin, dass schon zu Jahresbeginn "1/3 aller deutschen Abgeordneten ihre Unterschrift zum Verbotsvertrag gegeben" hatten. Darüber hinaus haben aktuell 4 Bundesländer, 5 Landkreise
und Regionen sowie 96 deutsche Städte den ICAN-Städteappell zum Beitritt Deutschlands zum UN Verbotsvertrag unterschrieben (was zusammengenommen über 25 % der Bevölkerung repräsentiert). Der UN-Verbotsvertrag wurde derweil von 81 Staaten unterzeichnet; 40 Staaten haben ihn ratifiziert - es fehlen also noch 10 bis zur Erlangung der völkerrechtlichen Gültigkeit. Es lohnt also unseren Einsatz, damit Deutschland einer dieser 10 Staaten wird!
Doch so erfreulich diese Entwicklung hinsichtlich des Verbotsvertrags auch ist; sie ist kein Selbstläufer und selbst wenn die mindestens 50 Ratifizierungen und damit die völkerrechtliche Gültigkeit erreicht ist, wird das zwar den Druck auf die großen und atomwaffenführenden Staaten verstärken; sie aber erst einmal nicht automatisch zur Einhaltung oder Akzeptanz des Verbotes veranlassen. Des Weiteren geben auch die parallelen, damit eng verflochtenen Entwicklungen derzeit Anlass zu höchster Besorgnis. Was meine ich damit?
  1. Sämtliche Abrüstungsverträge der vergangenen Jahrzehnte wurden entweder bereits gekündigt oder laufen, wie der letzte seiner Art - der New-START-Vertrag zur Begrenzung der strategischen Atomwaffen - 2021 ersatzlos aus. Gleichzeitig gibt es derzeit keinerlei ernsthafte Bemühungen, daran etwas zu ändern.
  2. (Zitat DGB-Aufruf zum 01.09.20): "Wir erleben derzeit den internationalen Abgesang auf eine Politik der Abrüstung, Entspannung und Zusammenarbeit." Die UNO, entstanden aus der Erfahrung des vom dt. Faschismus vom Zaum gebrochenen Vernichtungskrieges und geschaffen, um künftige Konflikte kooperativ und friedlich durch Verhandlungen&Vereinbarungen zu lösen, wurde und wird v.a. von den Großmächten und ihren Macht- und Wirtschaftsinteressen systematisch geschwächt und ausgehebelt. Mit dem Ergebnis -
  3. Militarismus, Nationalismus, verbunden mit Rassismus und Antisemitismus feiern leider fröhliche Urstände - "eine neue Spirale der Aufrüstung" (DGB) auf allen Ebenen ist längst im vollen Gang und die globalen Rüstungsausgaben werden in diesem Jahr voraussichtlich die Schallmauer von 2.000 Mrd. $ überschreiten (davon fallen im Übrigen mehr als 50 % auf die Staaten der NATO).
Eine Art Fazit zog UN-Generalsekretär Antonio Guterres jüngst in seiner bemerkenswerten Rede zum Geburtstag von Nelson Mandela: Die Welt drohe zu zerbrechen; eine Umgestaltung der gesamten globalen Architektur, ein neuer Sozialvertrag und globaler Fair-New-Deal sei erforderlich, um die Ungleichheit zugunsten einer Politik für Frieden, Ökologie, Gerechtigkeit und Menschenrechte zu beseitigen.
In dieser Rede erkenne ich etwas wieder, was den 2. wichtigen Punkt im Aachener Appell ausmacht: Nämlich die engen Zusammenhänge aller globalen Probleme der Menschheit zu erkennen und zu thematisieren. Klar; wir sind Teil der Friedensbewegung und haben da unseren Ausgangs- & Schwerpunkt. Das sollte aber nicht dazu führen, z.B. die Atomwaffenproblematik, Aufrüstung und gesellschaftliche
Militarisierung isoliert zu betrachten. Nicht minder gefährlich sind z.B. die Klimaerhitzung und die scheinbar unaufhaltsame Zerstörung von Natur- und Lebensraum; die gigantische Reichtumskonzentration bei Wenigen und die Ausbeutung, Unterdrückung und Armut der Vielen; die zerstörerische Rohstoffausbeutung und erpresserische Handelsstrukturen/bzw. -verträge zugunsten der reichen Länder. Angefeuert durch unsere Waffen erzeugt all dies zahllose Konflikte und mündet allzu oft in Kriegen und verzweifelten Fluchtbewegungen von Millionen Menschen. Antonio Guterres fasste es so zusammen: "Die Vorstellung, wir sitzen alle im selben Boot, ist ein Mythos. Manche sitzen in Luxusjachten, während sich andere an im Wasser treibenden Trümmern festhalten". Und wir wissen: Viele gehen dabei unter.
Also hören wir nicht mehr auf die falschen Propheten, die vermeintlichen Sicherheitsexperten, Militärs & Politiker, die uns Frieden & Sicherheit durch Aufrüstung und militärische Abenteuer, oft "humanitäre Einsätze" genannt, versprechen, aber Zerstörung und nun schon (s. Afghanistan) jahrzehntelange, völlig ungelöste Kriege hinterlassen.
Also hinfort mit dem Tunnelblick: Wer Frieden & Abrüstung will, muss seine Aufmerksamkeit und sein Engagement auch einer sozial gerechten & ökologischen Welt widmen (so wie es der Aachener Appell fordert). Und was würden sich für Möglichkeiten auftun, was schimmert für eine positive Kraft von der Vorstellung durch, wenn Konflikte nicht mehr mit Militäreinsätzen, sondern durch zivil-präventive Konfliktlösungen angegangen werden, wenn die 2.000 Mrd. $ pro Jahr für Rüstung & mörderisches Kriegsgerät verschwendeten Mittel stattdessen zur Beseitigung der globalen Menschheitsprobleme, für Bildung, Gesundheit, Pflege, soziale Wohnverhältnisse und, und und eingesetzt werden können?
Es sind also nicht ganz unbescheidene Forderungen, die unser Appell erhebt. Wiewollen wir weiter damit umgehen?Allgemein formuliert: Wir möchten die im kommenden Jahr anstehenden Bundestagswahlen dazu nutzen, um im o.g. Sinne auf Politik & Parteien einzuwirken. Ob regionalauf die hiesigen Bundestagskandidat*innen oder darüber hinaus, indem wir z.B. darauf hinwirken, dass in den Parteiprogrammen ein verbindliches Atomwaffenverbot verankert wird, welches in etwaigen Koalitionsverhandlungen keinesfalls als Verhandlungsmasse geopfert werden darf. Ob uns das mit z.B. mit Unterstützung der bundesweit agierenden Organisationen der Friedensbewegung gelingt, müssen wir heute noch offen lassen. Wir möchten das abhängig davon machen, wie unser Appell in der Öffentlichkeit wahr genommen wird und welchen Zuspruch er findet. Für mich ist es auch denkbar, dass andere Basisgruppen oder Organisationen z.B. aus den 96 den ICAN-Städteappell unterstützenden Städten unseren Text aufgreifen und daraus einen, sagen wir Dürener, Düsseldorfer oder Kölner Appell machen.
Heute jedoch machen wir gerade den 1. Schritt - alles weitere wird die Zukunft weisen und in unserem Bündnis entschieden. Wir alle können allerdings diese Entwicklung mit beeinflussen. Das Schicksal dieses Appells liegt gewissermaßen in unser aller Hände, indem wir Unterschriften sammeln und uns für seinen Erfolg engagieren.
 
Ich danke für Ihre Aufmerksamkeit.
 
Vier Kernaussagen:
  1. Die Euregio befindet sich durch die Konzentration von drei Stationierungsorten im Umkreis in einer besoneren Bedrohungslage
  2. Die derzeit lfd. "Modernisierung" (=qualitative Aufrüstung) des gesamten nuklearen Arsenals und die Beschaffung neuer F-18 Kampfflugzeuge (als Atombombenträger) zementieren die Atomwaffenstationierung und die nukleare Teilhabe in Dt. für weitere Jahrzehnte.
  3. die gefährlichen Parallelentwicklungen (z.B. 2.000 Mrd. $ für Rüstung; Kündigung sämtlicher Abrüstungsvereinbarungen; Klimaerhitzung; Nationalismus & rücksichtslose Interessensdurchsetzung; weltweite Fluchtbewegungen...) steigern Unsicherheit, Konfliktpotential, Kriegsgefahr und verschlingen dringend für Anderes benötige Mittel.
  4. Unser "Gegensteuern" möchte die anstehenden Bundestagswahlen dazu nutzen, um auf Politik, Parteien, Kandidat*innen in unserem Sinne einzuwirken.

 

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Samstag, 01. August 2020, 11 Uhr, Aachen / Markt

Friedens-Fahrradtour des DFG-VK Landesverband NRW

Am Samstag, den 01. August startet die jährliche, Friedens-Fahrradtour des DFG-VK Landesverbandes NRW in diesem Jahr in Aachen (und endet am 09.08.2020 am Atomwaffenstützpunkt in Büchel in der Vulkaneifel). Die Tour, die um 11.00 Uhr mit einer Begrüßung der Bürgermeisterin der Stadt Aachen, Hilde Scheidt, auf dem Aachener Marktplatz beginnt, steht unter dem Motto: "Auf Achse für Frieden & Abrüstung - für Klima- & Umweltschutz". Die Teilnahmezahl für die komplette Tour ist wg. der coronaverursachten Übernachtungsproblematik für größere Gruppen in diesem Jahr auf 20 beschränkt; gerne können sich Interessenten aber für einzelne Tagesetappen anschließen.
Nach dem Tourstart am Markt fahren wir mit Tagesziel Jülich erst einmal zwei innerstädtische Stationen an: Die RWTH (Thema: Rüstungsforschung) und die Lützow-Kaserne (Bedeutung & Funktion des Aachener Standorts für die Bundeswehr), bevor es dann nach Stolberg zu CAE, einem großen, aber leider in der Öffentlichkeit recht unbekanntem Unternehmen geht, welches im Militärbereich (und auch für die Atomwaffen in Büchel) eine hohe Bedeutung zukommt.
Am Sonntag geht es dann von Jülich weiter in den Hambacher Forst, wo uns der bekannte Aktivist Todde einen aktuellen Einblick in die aktuelle Lage des Waldes und des Widerstands gegen die RWE-Kohlepolitik und die Klimaerhitzung geben wird. Wer mehr zur Tour wissen (oder sich ggfs. an einzelnen Tagen beteiligen möchte), kann sich gerne über die Webseite des DFG-VK Landesverbandes informieren - oder beim Auftakt am Samstag ab Aachen direkt mitmachen!

Redebeitrag RWTH: hier

Redebeitrag CAE: hier

Fotos: Stefanie Intveen

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Klimastreik 24.04.2020

Plakataktion

Alternative Kundgebung in Zeiten von COVID-19 / "Corona"-Pandemie.

Plakat zum Klimastreik

Eine größere Version gibt's hier.

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Ostern 2020

Statt Ostermarsch: Plakataktion am Welthaus

Alternative Kundgebung in Zeiten von COVID-19 / "Corona"-Pandemie.

 

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Freitag, 20.03.2020: Demonstration gegen DEF2020; Treff 17 Uhr Westbahnhof, Demo zum Markt

"Aachen gegen Kriegsmanöver - Stopp Defender 2020": Demonstration gegen DEF2020

(Aachener Friedens- und Antikriegsgruppen)
Kontakt: stopp-Def2020@posteo.de

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Freitag, 6. 3. 2020, 20 Uhr, Haus der Evang. Kirche Aachen, Frère-Roger-Str. 8-10

"Aachen gegen Kriegsmanöver - Stopp Defender 2020": Info-Veranstaltung zum Kriegsmanöver DEF2020 mit MdB Andrej Hunko (DIE LINKE)

(Aachener Friedens- und Antikriegsgruppen)
Kontakt: stopp-Def2020@posteo.de

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Donnerstag, 5. März, 19 Uhr, Welthaus, An der Schanz 1

"Aachen gegen Kriegsmanöver - Stopp Defender 2020": Vorbereitungstreffen

(Aachener Friedens- und Antikriegsgruppen)
Kontakt: stopp-Def2020@posteo.de

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Samstag, 29.2.2020: 11 Uhr ab Elisenbrunnen

"Aachen gegen Kriegsmanöver - Stopp Defender 2020": Protestmarsch und Picket-Line

(Aachener Friedens- und Antikriegsgruppen)
Kontakt: stopp-Def2020@posteo.de

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Mi., 05.02.2020

Gibt es Wege aus der US-Iran-Konfrontation?

18.00 Uhr
Ev. Erwachsenenbildungswerk im Kirchenkreis Aachen
Haus der Evangelischen Kirche
Frère-Roger-Straße 8-10, 52062 Aachen

2020-02-05_USA-Iran_Wege_aus_Konfrontation_kl

Hier das Plakat in höherer Aufklösung

Die USA haben mit dem Mord an dem iranischen General Kassem Soleimani auf irakischem Territorium gegen das Völkerrecht verstoßen. Der Iran hat mit begrenzten Gegenschlägen auf US-Militärstützpunkte in Irak geantwortet – und auch eine ukrainische Verkehrsmaschine mit 170 Insassen - wohl versehentlich - abgeschossen. Die aktuelle Kriegsgefahr scheint zwar gebannt. Aber die Grundprobleme der Region und des amerikanisch-iranischen Verhältnisses können jederzeit wieder die Spirale der Gewalt anheizen. Im Iran stärken sie zudem die Hardliner und schwächen die demokratischen und sozialen Proteste gegen das Regime.

- Welches sind die Ursachen der aktuellen Spannungen und wie können friedliche Konfliktlösungen aussehen?
- Welche Ziele verfolgt Trump?
- Wie groß ist die Kriegsgefahr?
- Ist das Atomabkommen mit dem Iran noch zu retten – was können die EU-Staaten tun?
- Wie gefährlich ist das angebliche Atomwaffenstreben des Iran?
- Welche Rolle spielt der Iran in Syrien, Jemen und Irak?
-Was sollten die EU-Staaten tun, damit Konflikte ohne Waffengewalt gelöst werden?
Unser Referent, Jerry Sommer, Journalist und assoziierter Forscher am Internationalen Konversionszentrum Bonn - Bonn International Center for Conversion (BICC), hat sich mit Rüstungs- und Abrüstungsfragen, den regionalen Konflikten im Nahen Osten und besonders mit dem iranischen Nuklearprogramm beschäftigt.

Moderation:
Karl-Heinz Heinemann | Vorsitzender des Vorstands der Rosa-Luxemburg-Stiftung NRW & Journalist

Eine Veranstaltung des Rosa-Luxemburg Clubs Aachen,
Rosa-Luxemburg-Stiftung NRW
Evangelisches Erwachsenenbildungswerk im Kirchenkreis Aachen
Deutsche Friedensgesellschaft- Vereinigte KriegsdienstgegnerInen, DFG-VK Aachen
Attac Inde-Rur

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Di., 30.01.2020

AN-Bericht zum Gründungstreffen der Basisgruppe Aachen

Hier die Print-Version. Hier die Online-Version.

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Di., 28.01.2020

Gründungstreffen der Basisgruppe Aachen im DFG-VK

18.30 Uhr
Welthaus Aachen, An der Schanz

Wir danken für euer zahlreiches Erscheinen.

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Di., 14.01.2020

Das Recht, Rechte zu haben
Veranstaltung der Rosa-Luxemburg-Stiftung

17.00 Uhr
Kirchenkreis Aachen der Evangelischen Kirche im Rheinland
Frère-Roger-Straße 8-10, 52062 Aachen

Hier das Plakat in höherer Auflösung (1); (2)

„Das Recht, Rechte zu haben“ sei das wichtigste, schrieb Hannah Arendt in den 50er-Jahren mit Blick auf die Situation staatenloser Flüchtlinge.
Niemand trifft leichtfertig die Entscheidung, die Heimat und die Menschen seiner Umgebung zu verlassen, in eine unsichere Zukunft aufzubrechen und dabei das eigene Leben zu riskieren. Es ist eine Erfahrung aus der Zeit des Nationalsozialismus, dass Menschen Rechte haben, auch wenn sie ihre Heimat verlassen mussten. Diese Rechte sind stärker als der vermeintliche Schutz der Grenzen eines Nationalstaats, wie er heute von Trump, Salvini, Orban, Kaczyński und Co. propagiert wird.

Es erfordert Mut und Stärke, um überhaupt den ersten Schritt zur Flucht zu machen. Die Gründe sind sehr unterschiedlich: politische Verfolgung, Folter, Diskriminierung, Dürre einerseits und Überschwemmungen infolge des Klimawandels andererseits, fehlende berufliche Perspektiven, Krankheit, Armut, Krieg, Vertreibung, unkonventionelle sexuelle Orientierung.

Warum überhaupt ein internationaler Tag der Migrant*innen? Was haben die UN-Wanderarbeiterkonvention (ICRMW) und der UN-Migrationspakt (GCM) bisher praktisch gebracht? Was ist von den Versprechen des Gemeinsamen Europäischen Asylsystem (GES) zu halten, angesichts der Tatsache, dass sich die Mitgliedstaaten der EU nicht über die Aufnahme bzw. die Verteilung der Migrant*innen einigen können? Wie kann die Kriminalisierung der privaten Seenotrettung gestoppt werden? Wie sollten Fluchtursachen effektiv bekämpft werden?

Diese Fragen wollen wir mit Prof. Dr. Gudrun Hentges, Professorin für Politikwissenschaft an der Universität Köln, diskutieren.
Eine Veranstaltung des Rosa-Luxemburg Clubs Aachen,

In Kooperation mit
Rosa-Luxemburg-Stiftung NRW
Deutscher Gewerkschaftsbund, Region NRW Süd-West
Gleichbehandlungsbüro (GBB) Aachen
Evangelisches Erwachsenenbildungswerk Aachen
Evangelische Familienbildungsstätte Aachen
Pädagogisches Zentrum e.V.
Deutsche Friedensgesellschaft- Vereinigte KriegsdienstgegnerInen, DFG-VK Aachen
Attac Inde-Rur

 

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Mi., 11.12.2019

Mahnwache und Stadtrat: Antrag von IPPNW + Die Linke

16.30 Uhr Mahnwache vor dem Rathaus
17.00 Uhr, Sitzung im Rathaus

IPPNW + Die Linke haben einen ähnlichen Antrag gestellt wie unser Bürgerantrag vom Antikriegstag (zum Beitritt der Stadt AC zum ICAN-Städteappell).

Zur Mahnwache bringen wir unsere Atomwaffen-Verbots-Transparente u. ä. mit und machen eine kl. Mahnwache, derweil die Ratsmitglieder eintrudeln; anschließend gehen wir als Zuhörer mit in den Ratssaal. Fridays for Future haben wir um Unterstützung für die Aktion gebeten.

Der Bürgerantrag vom 01.09.19 fordert den Beitritt der Stadt AC zum Internationalen ICAN-Städteappell für ein weltweites Verbot aller Atomwaffen gem. UN-Atomwaffenverbotsvertrag von 2017. Deutschland hat sich - wie alle NATO bzw. auch die atomwaffenbesitzenden Staaten - bisher geweigert, den Verbotsvertrag zu unterschreiben. Der Städteappell, dem 2019 in
Deutschland bereits 62 Städte, 4 Landkreise und das Bundesland Rheinland Palz beigetreten sind, versucht Druck von unten aufzubauen, um die Bundesregierung doch noch dazu zu bewegen, das Atomwaffenverbot zu unterstützen. Die Regionalgruppe der IPPNW Aachen hat einen ähnlichen Antrag auf den Weg gebracht. Das Thema kommt am 11.12. in die Ratssitzung.

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Do., 14.11.2019

Öffentlicher Jour fixe:
"Potentiell tödlich - Karrierewerbung bei der Bundeswehr". Wie die Bundeswehr Jugendliche für sich gewinnen will.

Referent: Benno Malte Fuchs (Mitgl. im Landesvorstand der DFG-VK NRW)
18.30 Uhr im Gruppenraum des "Chico Mendes/KHG", Pontstr. 74-76 in 52062 Aachen

In den letzten Jahren hat die Bundeswehr ihre propagandistischen Anstrengungen enorm gesteigert, um Jugendliche und junge Menschen für die Bundeswehr zu gewinnen. In der breiten Öffentlichkeit sind dabei vor allem die Plakate der "Mach, was wirklich zählt-Kampagne" aufgefallen, welche von einer professionellen Düsseldorfer Werbeagentur jährlich neu entworfen werden. Das 2019 veröffentlichte Motiv "Gas, Wasser, Schiessen" zeichnete sich dabei durch eine besonders schamlose und geschichtsblinde Machart aus.

Darüber hinaus werden speziell Jugendliche (und entgegen den verbindlichen Bestimmungen der UN-Kinderrechtskonvention auch minderjährige Jugendliche) mittels Youtube-Serien sowie über Instragram, Snapchat und Spotify gezielt angesprochen. Selbstverständlich tritt die Bundeswehr auch verstärkt bei Schulen, Berufsmessen oder auch bei der "Gamescom" auf, um mit dem Versprechen von Karriere, Kameradschaft und Abenteuer in den Hintergrund treten zu lassen, dass es dabei vor allem um so Entscheidendes wie Krieg, töten oder getötet werden geht!

Für diese Militärpropaganda werden mittlerweile jährlich rund 35 Millionen Euro aufgewandt.

Als Veranstalter plädieren wir mit dem Referenten dafür:

MACHT NICHT, was tödlich enden kann -
sagt NEIN, wenn die Bundeswehr Euch Jugendliche
für sich gewinnen will!

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Freitag, 15. November 2019

Konzert Gerd Schinkel Trio:
Von den 70ern bis jetzt - „passiert und besungen“
Politische Lieder aus 5 Jahrzehnten

Ein Soundtrack der sozialen und Bürgerbewegungen in der Bundesrepublik

ab 19.30 Uhr im Jugendkulturcafé Pinu`u (Aachen Fenster am Büchel), Buchkremerstr. 2, 52062 Aachen

Kölner Liedermacher und Chronist der sozialen Bewegungen in der Bundesrepublik präsentiert mit journalistischem Scharfsinn und viel Wortwitz einen Querschnitt seiner Lieder aus vier Jahrzehnten.

Das Aachener Konzert ist eine Premiere zum 50. Bühnenjubiläum des Kölner Liedermachers Gerd Schinkel und seiner musikalischen Begleiter: Chris Biederwolf (Mandoline, Slideguitar, Banjo, Harp) und Gerd Wolfgang Spiller (Tuba, Akustik-Gitarre).

Gerd Schinkel war Journalist, politischer Redakteur, Hörfunkmoderator und Kommentator. Seit nunmehr einem halben Jahrhundert begleitet er die verschiedenen sozialen Bewegungen dieses Landes mit seinen messerscharfen, tiefsinng-entlarvenden und trotzdem ermutigenden Songs und Texten. Sein "Katastropheneinsatzplan", beruhend auf einer Originalvorlage von 1976 aus der KFA-Karlsruhe hat in der Anti-AKW-Bewegung Geschichte geschrieben; "Hambi bleibt" ist zum Soundtrack der Klimabewegung im Hambacher Forst geworden. Darüber hinaus werden die Themen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit, neue und alte Nazis, staatliche Repression, Antimilitarismus und Krieg und natürlich das ganz aktuelle politische Geschehen textlich verarbeitet.

Weitere Infos und Hörproben: https://gerdschinkel.jimdo.com .

Veranstalter:
Jugendkulturcafé Pinu`u
Deutsche Friedensgesellschaft - Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK Aachen)
Initiative 3 Rosen e.V.
Aachener Netzwerk für humanitäre Hilfe und interkulturelle Friedensarbeit e.V.

Eintritt frei - Spenden erwünscht

Gerd Schinkel Trio Konzertfoto 1

Gerd Schinkel Trio Konzertfoto 2

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Szenische Lesung „Krieg? - Ohne uns“

mit Rudi Friedrich und Talib Richard Vogl

Freitag, den 06. September 2019, 19:30 Uhr
Haus der Evangelischen Kirche. Aachen, Frère-Roger-Str. 8-10, großer Saal.

In der etwa 75-minütigen Veranstaltung werden Rudi Friedrich (Trompete, Lautpoesie, Gesang,
Lesung) von Connection e.V. aus Offenbach, Träger des Aachener Friedenspreis von 1996 und
der Gitarrist Talib Richard Vogl (Gitarre, Lautpoesie, Gesang, Lesung) denjenigen Raum geben,
die sich mit ihrer Desertion oder auf andere Art und Weise gegen den I. Weltkrieg wandten.
Mit Texten u.a. von Dominik Richert, Ernst Toller, Wilhelm Lehmann und Richard Stumpf.
Mit Gedichten, Liedern und Musik werden sie ihren Erlebnissen, Gedanken, Motiven und
Konsequenzen nachgehen, auch mit Verweis auf die aktuelle Bedeutung.

In Deutschland war 1914 die Kriegsdienstverweigerung so gut wie unbekannt. Zum Ende hin gab
es massenhafte Desertionen und Militärstreiks gegen die Fortführung des Krieges. Zum ersten
Mal entwickelte sich eine breite Bewegung gegen den Krieg. Daran anknüpfend gab es in der
Weimarer Republik intensive Diskussionen über Strategien der Kriegsdienstverweigerung und
andere Möglichkeiten des Widerstandes gegen Krieg.

Rudi Friedrich und Talib Richard Vogl bieten mit einer tiefsinnig und kurzweilig gestalteten Szenischen Lesung einen aufschlussreichen Einblick in die damalige Zeit.

Die Aachener Veranstaltung wird speziell dem 2018 im Alter von 96 Jahren verstorbenen Wehrmachtsdeserteur Ludwig Baumann, Gründer der Bundesvereinigung der Opfer der NS-Militärjustiz und Träger des Aachener Friedenspreis 1995 gewidmet.

Im Anschluss an die Szenische Lesung gibt es die Möglichkeit zum Gespräch.

Die Deutsche Friedensgesellschaft-Vereinigte KriegsdienstgegenerInnen Aachen, der
Aachener Friedenspreitreis e.V. und das Evangelische Erwachsenenbildungswerk laden dazu ein.

Hier der Flyer.....

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Radeln für den Frieden - Fahrradkorso

01.09.2019 in Aachen
Start 14 Uhr Lützow-Kaserne (Trierer Str. 445) - Ziel 18 Uhr Elisenbrunnen

Vor achtzig Jahren verkündete Hitler am 1. September „Seit 5:45 Uhr wird zurückgeschossen“. Mit der Lüge, Polen habe den Sender Gleiwitz überfallen, eröffnete Deutschland den 2. Weltkrieg. Nachdem schätzungsweise 65 Mio. Menschen den Tod gefunden hatten, schworen befreite KZ-Häftlinge „Der Aufbau einer neuen Welt des Friedens und der Freiheit ist unser Ziel“.Es gibt viele Orte in Aachen, die Teil dieses Kriegskurses sind. Einige davon suchen wir auf und wollen darauf hinweisen, dass und wie dort für Frieden gestritten werden kann.

Hier der Flyer

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06. August 2019: Mahn- und Gedenkdemonstration zum Hiroshima-Tag

Pressebericht:

Hiroshima als ewige Mahnung gegen Krieg

Kundgebung im Gedenken an die Atombomben-Opfer. Selbst Kaiser Karl wird zum Kronzeugen für den Frieden.

VON MARTINA STÖHR AACHEN

„Einst brutaler Sachsenschlächter, bin ich heute ein echter Friedensverfechter“: Mit diesem Plakat schmückten die Demonstranten das Denkmal von Kaiser Karl am Marktplatz und machten ihn so – zumindest vorübergehend – zu ihrem „Überraschungsgast“. Die rund 80 Teilnehmer der Mahn- und Gedenkdemo „Hiroshima mahnt“ hatten sich zunächst am Kugelbrunnen getroffen, um anschließend an verschiedenen Stationen auf ihr Anliegen aufmerksam zu machen.
Zum einen erinnerten sie an das unsägliche Leid, das die erste Atombombe, die von den US-Militärs am 6. August 1945 über Hiroshima gezündet wurde, verursacht hat. Zum anderen richteten sie ihren Blick auf die drei Standorte in der Nähe von Aachen, an denen derzeit Atomwaffen gelagert werden: In Volkel (Niederlande), Büchel (Deutschland) und Kleine Brogel (Belgien).

Neues Wettrüsten befürchtet
„Die atomare Bedrohung ist wieder deutlicher zu spüren“, sagte Bernd Bremen, Deutsche FriedensgesellschaftVereinigte Kriegsdienstgegner Städteregion Aachen. Dass der INF-Vertrag (Washingtoner Abkommen über nukleare Mittelstreckensysteme) im Februar von den Amerikanern gekündigt wurde, mache ihm ganz besonders große Sorgen. Er befürchte nun ein atomares Wettrüsten in Europa und wolle entsprechend ein Zeichen setzen. Gemeinsam mit den Demonstranten forderte er die dauerhafte Abschaltung aller Atomanlagen, ein Verbot von Atomwaffen und eine schrittweise Abrüstung.
Bremen wünscht sich, dass sich Städteregionsrat Tim Grüttemeier diesen Forderungen anschließt. Und auch Andrej Hunko, Bundestagsabgeordneter der Linken, sieht in solchen Maßnahmen ein probates Mittel, um gegen Atomwaffen zu mobilisieren. „Schon 40 deutsche Städte fordern zum Verbot von Atomwaffen auf“, sagte er und fügte hinzu: „Aachen sollte das auch tun.“ Genau dafür wolle er in den kommenden Wochen werben.
In einer Erklärung der Internationalen Kampagne zur Abschaffung von Atomwaffenkönnen (ICAN) beispielsweise können Abgeordnete ein Verbot von Atomwaffen ausdrücklich begrüßen und ihrer Sorge über die „katastrophalen humanitären Auswirkungen jeglichen Gebrauchs von Atomwaffen“ Ausdruck verleihen. Die Abschaffung von Atomwaffen als hohes, globales Gut zu propagieren, ist auch Bernd Bremen ein wichtiges Anliegen.

„Tihange ist allgegenwärtig“
Unter den Demonstranten der Mahndemo waren unter anderem Vertreter von Greenpeace, aus der Friedensarbeit und auch viele interessierte Bürger. Sie alle fordern ein Zurück zu den Verhandlungen und zu einer nachhaltigen Entspannungspolitik. „Das Thema Tihange ist allgegenwärtig, aber die Atomwaffen und das erneute Wettrüsten sind in den Köpfen noch nicht wirklich angekommen“, meinten viele der Demonstranten. Sie starteten am Kugelbrunnen, wanderten von dort über den Elisenbrunnen bis zum Markt und beendeten die Demo schließlich am Super C. Dort zeigten sie Bilder aus einer Hiroshima-Ausstellung, deren Rückseiten sie mit ihren Forderungen versehen hatten.

07.08.2019 / Aachener Nachrichten - Stadt / Seite 14 / LOKALES

Unser Aufruf:

Hiroshima mahnt:
Atomanlagen abschalten, Atomwaffenverbot und Abrüstung jetzt sofort!

Am 6. August 1945 wurde über der japanischen Stadt Hiroshima von US-Militärs die erste Atomwaffe der Menschheitsgeschichte gezündet. Die, gemessen an heute möglichen Sprengwirkungen, eher kleine Bombe hatte verheerende Wirkungen.  Nach Beendigung des Kalten Krieges schien die Menschheit endlich aus dieser selbst erzeugten Katastrophe zu lernen. Doch heute werden in Europa, darunter in Büchel/Südeifel, die hier lagernden, taktischen Atomwaffen erneuert; die Neu- Stationierung nuklearer Mittelstreckenraketen in Europa droht spätestens nach dem Wirksamwerden der INF-Vertragskündigung ab Mitte des Jahres. Dauerhafte Sicherheit erfordert die Abschaltung aller Atomanlagen, ein Verbot von Atomwaffen und eine schrittweise Abrüstung. dafür wollen wir aktiv werden:

Kommen Sie zu unserer Mahn- und Gedenkdemonstration zum
Hiroshima-Tag am Dienstag, 06. August 2019
18.00 Uhr am Kugelbrunnen.
weitere Stationen: Elisenbrunnen - Münsterplatz - Markt - Super C

Hier der Flyer

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2017/18

In der neuen Reihe von inhaltlichen Treffen (Jour Fixe) fand am 17. Januar eine Diskussion zum Thema „Bundeswehr und NATO zwischen Kaltem und heißem Krieg“ statt. Joachim Schramm, Landesgeschäftsführer der DFG-VK NRW referiert und zeigte die Herausforderungen durch die verschiedenen militärischen Aktivitäten auf : Verdoppelung des Militäretats, geplante Kündigung des INF-Vertrages zum Verbot von Mittelstreckenwaffen, EU-Armee und vieles mehr. Dagegen müsse sich die Friedensbewegung engagieren, mit der Unterstützung vieler Menschen, im ganzen Land und auch in Aachen!
In Aachen hat sich die DFG-VK in den letzten beiden Jahren an mehreren örtlichen und überregionalen Veranstaltungen/Aktionen der Friedensbewegung beteiligt, oder selbst welche verantwortlich organisiert - so die Mahnwache/Kundgebung am 06. August 2018 am Elisenbrunnen zum Jahrestag des ersten Atombombenabwurfs auf Hiroshima.
 
2018 haben wir bei diversen Infoständen hunderte Unterschriften für den Beitritt Deutschlands zum UN-Atomwaffenverbotsvertrag gesammelt, so im Frankenberger Viertel und beim Aachener CSD


Protestaktion am "Tag der Bundeswehr" 2017 vor der Lützow-Kaserne in Aachen
 
 

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